Vorstellungen vom Prozess des Komponierens bei Schüler*innen einer vierten Klasse: Eine Interviewstudie
Autor/innen
Jessica SodaDateien
Abstract
In dieser Studie wird anhand von Interviews mit vier Viertklässler*innen untersucht, welche Vorstellungen sie vom Prozess des Komponierens haben und ob Einflüsse der Genieästhetik bestehen, wie es bereits Meisternst (2020; 2022; 2024) in Ansätzen bei älteren Schüler*innen nachweisen konnte. Bei der Auswertung der Daten der vorliegenden Studie mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse konnten sechs Prozessphasen und drei Kategorien zu beeinflussenden Produkt- und Prozesskriterien ermittelt werden. Die Schüler*innen orientieren sich an der Musik ihrer Vorbilder und beschreiben keine Phase der Exploration mit Instrumenten. Alle gehen von einem Lied als Endprodukt aus, das sowohl Text als auch Musik enthält. Die musikalischen Einfälle werden aber nicht als formbar beschrieben. Dementsprechend werden keine Überarbeitungsstrategien näher erläutert. Zwar benennen die Schüler*innen das Erfinden von Musik als eine große Herausforderung, allerdings sei es von erlernbaren handwerklichen Fähig- und Fertigkeiten abhängig. Insgesamt werden auch in dieser Studie „Anklänge an eine Genieästhetik“ (Meisterernst, 2022, S. 151) ermittelt.
