K-Pop als Irritationsmoment der Didaktik populärer Musik: Ästhetik, Produktionslogiken und Konsequenzen für den Musikunterricht
Autor/innen
Julia LöfflerDateien
Abstract
Der Beitrag untersucht K-Pop als spezifisches jugendkulturelles Phänomen und fragt nach dessen Bedeutung für eine zeitgemäße Didaktik populärer Musik. Ausgehend von einer systematischen Darstellung der historischen Entwicklung, ästhetischen Gestalt und Produktionsbedingungen des Genres werden insbesondere die Ausbildungsstrukturen von K-Pop-Idols sowie die damit verbundenen Norm- und Wertsetzungen analysiert. Erkenntnisleitend ist dabei die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Musik, das im Kontext von K-Pop durch Ökonomisierung, Intermedialität und ein eng gefasstes Kreativitätsverständnis neu konfiguriert wird. Auf dieser Grundlage werden musikpädagogische Potenziale, normative Prämissen und didaktische Irritationen herausgearbeitet, die sich aus der Auseinandersetzung mit K-Pop ergeben. Der Beitrag zeigt, dass K-Pop gängige Konzepte der Didaktik populärer Musik herausfordert und eine Weiterentwicklung bestehender Konzepte im Umgang mit intermedialen, stark marktorientierten Jugendkulturen erforderlich macht.
